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Reststoffverwertung

In vielen Prozessen der Lebensmittelindustrie auf der Basis nachwachsender Rohstoffe fallen Nebenprodukte oder Reststoffe an, die keine extrahierbaren Wertstoffe mehr enthalten. Diese Stoffe werden heute in der Regel als Futtermittel an Landwirte abgegeben. Durch zunehmende Absatzprobleme in der Landwirtschaft und damit verbundene Kostensteigerungen (weitere Transportwege) sowie zunehmende gesetzliche Reglementierungen gestaltet sich diese Verwertungsschiene immer schwieriger.

Die angestrebte Entwicklung einer Hydrolyse- und Bioethanol-/ Biogasanlage für feste Reststoffe aus der Lebensmittelindustrie soll helfen, die aktuelle Entsorgungs- und Verwertungsproblematik der Industrie in Schleswig-Holstein zu entspannen und als Grundlage zur energetischen Verwertung der Reststoffe aus industriellen Produktionsanlagen dienen.

Übergeordnetes Ziel des Projektes "Reststoffverwertung" ist die zukünftige Schließung von Stoffkreisläufen zur wertschöpfenden, gewinnbringenden Produktion (Bioethanol, Methan) mit gleichzeitiger integrierter Reststoff-, Abfall- und Abwasserminimierung.

Die Untersuchungen, die zwischenzeitlich erfolgreich abgeschlossen worden sind, wurden am 25. September 2008 in der Fachhochschule Lübeck präsentiert. „Unseren ursprünglichen Forschungsansatz, die Reststoffe nur zur optimalen energetischen Nutzung (Bioethanol, Biogas) aufzubereiten, haben wir vor dem Hintergrund unserer Untersuchungsergebnisse teilweise modifiziert. Warum sollte man sich lediglich auf die Gewinnung von Energie aus Rest-Biomasse beschränken, wenn doch auch noch eine höhere Wertschöpfung für die Unternehmen durch eine vorgeschaltete stoffliche Nutzung machbar ist?", so Projektkoordinator Prof. Dr. Englisch.

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Praxisforum Reststoffverwertung
am 8. Oktober 2007
Einladung und Programm